Es kann ganz einfach sein - und trotzdem
hervorragend schmecken. Das machte mir vor Jahren mein Schwager
Muhsin klar, der ein Händchen für die Zubereitung von Fleisch hat.
Vielleicht, weil dort in den Bergen, nahe der iranischen Grenze, wo
mein Schwager herstammt, Männer sich noch selbst auf die Jagd
begeben und eventuell in der Wildnis ihr Essen zubereiten.
Wie dem auch sei - wir brauchen wenig:
500 g Rinderbraten
Salz und Pfeffer
ein Löffel
Margarine und etwas Öl
Pide oder Baguettebrötchen
ein bis zwei
Zwiebeln
ein bis zwei Salatblätter oder ähnliches
Das Rindfleisch wird in fingernagelgroße Stücke geschnitten
und anschließend in dem Gemisch aus Margarine und Öl in einem Topf
scharf angebraten. Wenn das Fleisch Farbe genommen hat, pfeffern und
salzen, die Temperatur drastisch senken (bis gegen Null) und Fleisch
ein bis eineinhalb Stunden köcheln lassen. Gelegentlich einmal
rühren und dabei zusehen, daß noch genügend Flüssigkeit verbleibt.
Falls nicht, ein wenig Wasser zugeben. Am Schluß (*siehe Iskender)
darf keine Flüssigkeit mehr übrig sein, so daß das Fleisch noch
einmal in dem zurückbleibenden Fett bräunt. Mit einem Schöpflöffel
herausheben.
Das war es eigentlich schon, doch die
Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Muhsin-Fleisch kann zu
Reis gereicht, mit Nudeln vermischt, zu Gemüse gegeben werden. Oder,
wie in unserem Fall, füllen wir es in ein Baguette-Brötchen, geben
Zwiebelringe (vermischt mit grobem Paprika) und gehackte
Salatblätter dazu. Kann am Goldenen Horn nicht besser schmecken.
Danke, Muhsin.