Bei diesem Rezept handelt es sich um einen in
unserer privaten Küche abgewandelten türkischen Bohneneintopf. Das
ist mehr eine Geschmacksfrage, da wir auf gekochtes Hammelfleisch
nun einmal nicht stehen. Daher benötigen wir für unsere Version:
etwa 400 g Rindfleisch aus der Keule
750 g grüne
Bohnen
eine Dose gehackte Tomaten (oder
ein paar abgezogene
frische Tomaten)
ein bis zwei Tassen Fleischbrühe
zwei
Zwiebeln
eine Knoblauchzehe
einen Bund frisches
Bohnenkraut
Salz und Pfeffer
einen Eßlöffel Tomatenmark
Die Zwiebeln werden zunächst kleingehackt und anschließend in
einem entsprechend großen Topf, der alle Zutaten aufnehmen kann,
angeschmort. Anschließend wird das recht klein geschnittene Fleisch
(Daumennagelbreite) hinzugegeben und ebenfalls bei starker Hitze
angeschmort. Hat das Fleisch Farbe bekommen, wird auf kleiner Flamme
Tomatenmark eingerührt, anschließend kommen sofort die geputzten
Bohnen mit in den Topf - das ganze weiter verrühren. Die Tomaten
zugeben und mit der Brühe auffüllen. Das kleingehackte Bohnenkraut
und den Knoblauch zugeben und nach Geschmack würzen. Eineinhalb
Stunden auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Ganz wichtig ist bei diesem Gericht das frische Bohnenkraut,
getrocknetes ist nicht zu empfehlen. Die Gemüsehändler auf dem
Markt, wo auch die Bohnen (übrigens egal welche) erstanden werden
können, geizen gerne bei der Herausgabe von Bohnenkraut. Man sollte
schon einen richtigen Bund erwischen, von dem anschließend nur die
Blättchen (nicht die Stiele) gehackt werden.
Das Gericht kann - weniger zusammengekocht - mit etwas
Flüssigkeit aus einem tiefen Teller gegessen werden oder -
weitgehend eingekocht - etwa auf Reis (wie in der Türkei) oder
Kartoffelpüree gegeben werden.
Eine weitere Variante kann darin bestehen, ein paar
kleingeschnittene Kartoffeln eine halbe Stunde vor Garende
zuzugeben. Allerdings sollte zuvor sichergestellt sein, daß sich
noch genügend Flüssigkeit im Topf befindet (ggf. mit Brühe etwas
auffüllen).
Ein sehr schmackhaftes, typisches Sommergericht, das sich
auch in Südfrankreich, Italien oder Spanien so wiederfinden könnte.
Anschließend frisches Obst reichen, vielleicht eine Wassermelone zum
Desert.